Wie die UBS vermeldet, hat die Risikobereitschaft der Anleger, die vergangenen Monat mit Discount Zertifikaten der UBS auf den Deutschen
Aktienindex setzten, wieder abgenommen. Noch im Juni konnte die Schweizer Großbank vermelden, dass die Investoren erstmals wieder mehr Vertrauen in die Kursentwicklung zeigten, doch die US-Schuldenkrise und der aktuelle Börsencrash machen sich auch bei den deutschen Anlegern bemerkbar. Marktprognosen seien schwierig geworden, erklärt
Jürg Zeltner, CEO des UBS Wealth Management, und weiß, dass Anleger gerade in unsicheren Zeiten das Bedürfnis nach Orientierung und nach sicheren Anlagen haben. Das zeigt sich auch im Investor-Sentiment-Index der UBS.
Dieser Index vergleicht den aktuellen Stand des Dax mit der Höhe der Sicherheitspuffer (Caps), die Anleger beim Kauf der Discount-Zertifikate ausgewählt haben. Je weiter das Cap unter dem DAX liegt, umso weniger Vertrauen hat der Anleger in die Kursentwicklung. Ein hoher Cap deutet damit auf eine größere Risikobereitschaft und auf Optimismus bei den Anlegern hin.
Im Juli lag der durchschnittliche Sicherheitspuffer, den die Investoren wählten, 13,32 Prozent unter der DAX-Marke. Noch im Vormonat hatte er lediglich 6,59 Prozent unter dem Wert des DAX gelegen. Noch zu Beginn des Monats hatten die gewählten Risikopuffer bei durchschnittlich 11,13 Prozent unter dem Wert des Dax etwas höheres Vertrauen in die Kursentwicklung signalisiert, doch bereits zur Monatsmitte erreichten sie ihr Tief von 14,45 Prozent unter dem DAX-Stand.
„Die positive Stimmung aus dem vergangenen Juni ist mit den deutlichen Kursstürzen des DAX Anfang Juli gekippt. In schwankungsintensiven Märkten können sich Discount-Zertifikate-Anleger mit den tieferen Caps besser gegen Verluste wappnen“, erklärt Marcel Langer, aus dem Derivateteam der UBS in Frankfurt die Wahl der Kunden. Um bei Discount-Zertifikaten die maximale Rendite zu erzielen, muss der Kurs des Basiswerts zum Laufzeitende mindestens bis zum gewählten Cap-Wert ansteigen.
Lesezeichen