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Alles rund um die Erwerbsminderungsrente


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[b Die Erwerbsminderungsrente[/b

Die Erwerbsminderungsrente, früher auch unter dem Namen Erwerbsunfähigkeitsrente geläufig, ist eine besondere Form der Rente. Es gibt immer wieder Dinge im Leben, die man nicht vorher sehen kann. So kann jeder von heute auf morgen krank werden, eine chronische Krankheit kann sich verschlimmern, im Beruf tritt eine Allergie auf oder man erlebt im schlimmsten Fall einen Arbeitsunfall. All diese Dinge können dazu führen, dass man seinen Beruf nicht mehr vollständig oder auch gar nicht mehr ausüben kann. Insbesondere dann, wenn es aufgrund von Krankheiten oder Unfällen kaum mehr möglich ist, jeden Tag arbeiten zu gehen, besteht die Gefahr, dass ein großer Batzen Geld zum Leben von heute auf morgen einfach wegfällt. Damit im Falle einer Erwerbsunfähigkeit niemand von einer Existenzangst bedroht ist, gibt es die Möglichkeit, eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen.

[b Diese Voraussetzungen müssen für eine Erwerbsminderungsrente erfüllt sein [/b

Wenn es darum geht, vom Staat Geld zu beantragen, ist es auch bei der Erwerbsminderungsrente nicht anders, dass einige Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Tritt es nach einer Krankheit oder einem Unfall ein, dass man nicht dazu fähig ist, sechs Stunden und mehr am Tag zu arbeiten, hat man bereits die erste Anspruchsvoraussetzung erfüllt. Um dies nachzuweisen, ist ein ärztliches Gutachten nötig, in dem explizit vermerkt ist, dass man nicht mal sechs Stunden täglich im gelernten Beruf arbeiten kann. Dies darf darüber hinaus auch für andere Berufsgruppen nicht gelten. Des Weiteren muss man auch eine bestimmte Mindestversicherungszeit während der Arbeit erfüllt haben. Im Falle einer Erwerbsminderungsrente bedeutet dies, dass man minimal die letzten 5 Jahre als Arbeitnehmer versichert sein musste. Innerhalb dieses Zeitraums muss man auch drei Jahre lang Pflichtbeiträge für die Renten- und die Krankenversicherung gezahlt haben. Die Kindererziehungszeiten während dieser Zeit zählen als Pflichtbeitragszeiten ebenfalls dazu. Wie bei jeder Sache bestätigen natürlich auch Ausnahmen die Regel. Dies gilt insbesondere bei der Beitragszahlung. Trifft die Erwerbsminderung auf Grund eines Arbeitsunfalls, einer Berufskrankheit, einer Beschädigung aus dem Wehr- und Bundesfreiwilligendienst oder aus politischem Gewahrsam ein, dann reicht ein bezahlter Pflichtbeitrag aus.

[b Tipps für die Beantragung einer Erwerbsminderungsrente[/b

Das Stellen von Anträgen ist gerade in Deutschland oftmals eine Klasse für sich. Dies gilt auch dann, wenn man aufgrund gültiger Voraussetzungen eine Erwerbsminderungsrente beantragen möchte. Wer mit dem Gedanken spielt, eine solche Rente aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit zu beantragen, der sollte im Vorfeld einmal mit seinem Arzt oder der zuständigen Klinik reden. Denn im Laufe der Bearbeitung wird die Deutsche Rentenversicherung einen Brief schicken, indem man aufgefordert wird, vom jeweiligen Arzt oder einer Klinik ein ärztliches Befundgutachten erstellen zu lassen. Es kann im vorab nie schaden mit den ersten Untersuchungen, die solch ein Gutachten mit sich bringen, kann vor diesem Brief zu beginnen. So kann der zuständige Arzt bzw. die Klinik erste Notizen machen, die dann für das spätere Gutachten wichtig sein werden. Hier ist es auch enorm wichtig, dass der Antragsteller auch wirklich jeden Punkt anspricht, der ausschlaggebend für die Krankheit oder den Unfall ist. Je genauer das Gutachten, umso größer ist auch die Chance, dass der Antrag schnell bearbeitet wird.

[b Woher bekommt man einen Antrag für die Erwerbsminderungsrente?[/b

Für die Bearbeitung der Erwerbsminderungsanträge ist die Deutsche Rentenversicherung in Berlin zuständig. Von dieser Stelle kann man auch den Antrag beziehen. Damit aber nun nicht jeder nach Berlin fahren muss, gibt es in jeder größeren Stadt eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Hier kann das Formular abgeholt werden. Wer es sich nicht alleine zutraut, den Antrag auszufüllen, der kann darüber hinaus auch die fachkundige Hilfe der Mitarbeiter in Anspruch nehmen. Dazu sollte man vorab telefonisch einfach einen Termin vereinbaren. Zum Termin sollte man dann alle ärztlichen Unterlagen und alle Dokumente mitbringen, die man im Laufe des Arbeitslebens von der Krankenversicherung und von der Rentenversicherung bekommen hat. Darüber hinaus ist auch der Sozialversicherungsausweis wichtig. Bei diesem Gespräch kann man selbstverständlich auch alle weiteren Fragen zum Thema Erwerbsminderungsrente klären. Es kann auch gut sein, dass noch einige Unterlagen nachgereicht werden müssen. Dies kann man dann aber per Post machen. Ist der Antrag fertig und unterschrieben, schickt ihn die Beratungsstelle dann an die Hauptstelle nach Berlin.

[b Das Gutachten vor der Erwerbsminderungsrente[/b

Die Bearbeitung eines Antrags auf Erwerbsminderungsrente kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Laufe des Verfahrens kommt es dann auch vor, dass man von der Rentenversicherung dazu aufgefordert wird, sich einem Gutachter von der Versicherung vorzustellen. Dazu bekommt man einen Brief mit der Anschrift eines Arztes. Dort muss ein Termin vereinbart werden. Dieser Arzt erstellt dann nach einigen Untersuchungen ein weiteres Gutachten, welches über die Zustimmung oder die Ablehnung des Antrages entscheidet. Darüber hinaus kann es auch sein, dass man erneut zu einem Gespräch in die Beratungsstelle der Rentenversicherung gebeten wird. Dort möchte dann der Rehabeauftragte der Rentenversicherung ein Gespräch führen, um herauszufinden, ob eine eventuelle Rehabilitation in Frage kommt, um den Antragsteller doch wieder in den Beruf zu integrieren.

[b Die Abzüge bei einer Erwerbsminderungsrente[/b

Natürlich muss man auch bei einer Erwerbsminderungsrente Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen. Dies tut man jedoch wie in einem richtigen Arbeitsverhältnis nur zur Hälfte. Die andere Hälfte wird von der Deutschen Rentenversicherung gezahlt. Wie hoch dieser Beitrag ist, hängt jedoch immer davon ab, wie viel Erwerbsminderungsrente man bekommt. Dies kann sich jeweils dann ändern, wenn die Rente aufgrund von Tarifverhandlungen oder Ähnlichem neu berechnet wird. Darüber hinaus kann eine Erwerbsminderungsrente in jungen Jahren dazu führen, dass es bei der späteren Altersrente Abzüge gibt. Bei der Berechnung der Altersrente erhält der Antragsteller für den Zeitraum, der zwischen der Erwerbsminderung und dem 63. Geburtstag liegt, eine sogenannte Zurechnungszeit. Diese Zurechnungszeit sorgt am Ende für ein bisschen mehr Altersrente. Wird die Erwerbsminderungsrente vor dem 63. Lebensjahr schon in eine Altersrente umgewandelt, muss der Antragsteller mit einem Abzug von 0,3 Prozent jeden Monat rechnen, bis er das 63 Lebensjahr erreicht hat. Die Höchstgrenze ist jedoch 10,8 Prozent. Ist das 63. Lebensjahr voll, braucht kein Abschlag befürchtet zu werden. Ab dem Jahr 2024 gilt diese abschlagsfreie Altersrente jedoch erst mit 65 Lebensjahren.

[b Der Antrag zur Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt - was sollte man tun?[/b

Es kann in vielen Fällen vorkommen, dass der Antrag auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt wird. Hier sollte man dann nicht verzagen und sofort einen Anwalt für Sozialrecht aufsuchen. Dieser hat dann vier Wochen Zeit, um dem Bescheid zu widersprechen. Darüber hinaus sollte man bei der Rentenversicherung auch die Einsicht in das Gutachten des bestellen Gutachters sowie bei Bedarf des sozialmedizinischen Dienstes beantragen.

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