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Kann man sich durch den Partner mitversichern lassen?

5 Beiträge in diesem Thema

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Hi,

mich quält ein kleines Problem und ich hoffe, dass ihr mir dabei helfen könnt. Es geht nämlich um eine liebe Freundin, die sich mit einer ganz bestimmten Frage quält, nämlich, ob sie über ihren Partner auch über die Krankenversicherung versichert ist oder nicht. Meine Bekannte ist leider chronisch krank und dadurch arbeitsunfähig. Weil sie aber erst 21 Jahre jung ist, kann sie noch nicht in Rente gehen, denn das rentiert sich absolut nicht. Sie lebt mit ihrem Freund zusammen und weil sie bei ihm wohnt erhält sie keine Hilfe vom Staat in finanzieller Hinsicht. Sie muss deshalb die Krankenversicherung komplett selbst begleichen. Immerhin sind das 150 € im Monat, was für sie eine sehr hohe Summe ist, denn das Geld, über das die zwei verfügen, reicht ohnehin nicht aus.

Wäre es also nicht möglich, sich über ihren Freund versichern zu lassen? Immerhin ist ja das Jobcenter auch der Meinung, dass sie eine Lebensgemeinschaft führt, welche einer Ehe ähnlich ist. Wenn sie dort ohnehin behaupten, ihr Freund soll für sie mit zahlen, warum gilt dasselbe dann nicht auch für die Krankenversicherung? Der Staat kann doch nicht verlangen, dass die beiden nur wegen der Krankenversicherung heiraten oder sieht irgendjemand einen Sinn in diesem System?

Ich würde mich sehr über Erfahrungen und Ratschläge von euch freuen!

Danke im Voraus, Bernd

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Hallo Bernd.

Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird. Mir scheint, dass das Jobcenter, beziehungsweise die ARGE sich bei deiner Freundin auf die Einstandgemeinschaft bezogen hat. Das wiederum heißt, dass eine andere Person im selben Haushalt wohnt, welche für die finanzielle Unterstützung sorgt, weil es zu dieser Person eine Beziehung gibt oder eine Verwandtschaft besteht.

Ich persönlich finde, dass das eine totale Frechheit ist, denn hierbei handelt es sich um reine Abzocke, denn kein Amt auf der ganzen Welt geht es irgendetwas an, mit wem ich in einer Beziehung bin. Aber für das Jobcenter ist das ein willkommener Grund, kein Geld auszuzahlen. Zwar ist eine Einstandgemeinschaft so ähnlich wie eine Ehe, doch bis jetzt habe ich noch nie davon gehört, dass dadurch ein einziger Vorteil für einen der beiden entsteht.

Das einzige, was ich dir raten würde, ist, dass deine Freundin einfach im Jobcenter sagen soll, dass sie wieder Single ist, weil sie Schluss gemacht hat. Was die beiden tatsächlich im Schlafzimmer treiben, hat niemanden zu interessieren ;-)

christian

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Ach so. Ich habe aber irgendwo gerade im Netz gelesen, dass die Einstehensgemeinschaft den Sinn hat, dass alle Paare, die nicht verheiratet sind nicht dieselbe Gültigkeit haben können wie Ehegatten und darauf ist das ganze zurückzuführen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Jobcenter diese Gesetze macht, sondern diese Regelung kommt mit Sicherheit vom Sozialgesetzbuch. Gibt es denn gar kein Schlupfloch?

Bernd

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Ja das stimmt schon, wenn ein Paar nicht verheiratet ist, muss es automatisch schlechter gestellt werden als wenn die beiden verheiratet wären. Das klingt zwar nicht gerecht, doch so ist es nun einmal aufgeteilt.

Eine Sache würde mir da schon einfallen, nämlich die Möglichkeit, eine Familienversicherung abzuschließen. Aber das geht doch wieder nicht, weil die beiden nicht verwandt sind und für den Lebensgefährten kann man eine Familienversicherung nicht abschließen.

Ich möchte aber nochmal auf die Sache mit der Rente zurückkommen, weil das habe ich nicht ganz verstanden. Es spielt doch keine Rolle, ob sich die Rente rentiert oder nicht, denn sobald sie einen minimalen Anspruch hat, könnte sie sich dadurch zumindest der Krankenversicherung sicher sein.

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Ja, irgendwie klingt das Ganze mit der Ehe stark nach Doppelmoral - was Ehe und nicht Ehe betrifft - aber so scheint es nun einmal zu sein. Aber wann war das soziale Sicherungssystem jemals wirklich zu 100 % gerecht?

Interessant wäre die Sache dann bei gleichgeschlechtlichen Paaren, denn wie sieht der Staat das Ganze, wenn es keine einzige Zeremonie für eine solche Heirat gibt? Immerhin ziehen es die meisten gleichgeschlechtlichen Paare vor, sich nicht eintragen zu lassen. Ich bin der Meinung, dass alle gleichgestellt sein müssen, damit es wirklich gerecht ist und so sollte es auch bei einer Ehe sein, egal ob gleichgeschlechtlich oder nicht.

Grüsse, Bernd

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