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Ist die Riester-Rente auch für eine Frau mit Kindern empfehlenswert?

7 posts in this topic

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Hallo,

meine beste Freundin arbeitet seit der Geburt der Kinder nicht mehr und ihr Mann hat zwar einen Job, doch dieser ist sehr anstrengend und äußerst zeitraubend. Sie ist sich noch nicht sicher, ab welchem Zeitpunkt sie wieder arbeiten gehen wird oder kann. Trotzdem ist sie fest entschlossen, etwas für ihre Altersvorsorge zu tun und was sie vermeiden möchte, ist, dem Staat Geld zu schenken. Nun hat sie sich bei der Riester erkundigt und dort gibt es diverse Angebote für Zulagen in Bezug auf sie als Mutter und ihre Kinder. Nun stelle ich mir die Frage, wie hoch die Beiträge sein müssten, welche dann einzuzahlen wären. Würde es sich für meine Freundin am Schluss in Summe lohnen, sich an die Riester-Rente zu wenden?

Danke, Stephanie

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Hallo,

entweder:

a) die Freundin ist aufgrund bestehender Kindererziehungszeit unmittelbar berechtigt und kann allein für sich einen Riestervertrag abschließen. Pro Kind gibt es drei Jahre Kindererziehungszeit. Bitte beachten!

Sie selbst bekommt dann die Grundzulagen i.H. von 154 Euro p.A. und pro Kind 185 €/ab 2008 geborene = 300 Euro p.A.. Um diese Zulagen zu erhalten, muss sie selbst den Mindestbeitrag von 60 Euro p.A. auf ihren Riestervertrag einzahlen.

oder:

B) die Freundin ist nicht mehr in der Kindererziehungszeit.

In diesem Fall müsste der [u Ehemann[/u , sofern dieser z.B. als Arbeitnehmer [u unmittelbar berechtigt[/u ist einen Riestervertrag abschließen und auf diesen/seinen Vertrag 4% seines Vorjahreseinkommen abz. aller Zulagen einzahlen. Die Freundin wäre dann mittelbar berechtigt und könnte dann ebenfalls einen Vertrag abschließen. Auf diesen Vertrag fließt ihre Zulage und ggf. die Kinderzulagen. Auch hier muss die Freundin selbst 60 Euro p.A. einzahlen.

Was letztendlich an Rente später dabei herauskommt, sollte mit konkreten Zahlen gerechnet werden.

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Sind die beiden denn verheiratet? Wenn ja, dann ist es für sie Pflicht, dass sie in Summe 4 % vom Brutto des vorigen Jahres einbezahlen, denn das gilt als sozialversicherungspflichtig. Ansonsten würde sie nicht die gesamte staatliche Zulage erhalten. In der Regel sieht es aber so aus, dass der Ehemann einen vollwertigen Vertrag abschließt, während die Frau mitbeteiligt ist – aber nur gering, mit zum Beispiel sechs Euro im Monat. Wird der gesamte Betrag nicht bezahlt, kommen auf die jeweilige Person auch nur anteilsmäßige Förderungen. Was zählt, ist immer das gesamte Einkommen der ganzen Familie.

Grüsse, Donald

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Hi!

Wie alt sind denn die Kinder von deiner Freundin? Es ist pro Kind möglich, jeweils drei Jahre Kindererziehungszeit zu beantragen und das macht auch Sinn. Während dieser Zeit lohnt es sich für die Mutter, wenn sie selbst den Entschluss fasst, einen eigenen Vertrag abzuschließen. Damit sie alle Zulagen erhält, das bedeutet die eigene mit 154 € und die der Kinder, muss sie zumindest 60 € im Jahr auf den selbst abgeschlossenen Vertrag einzahlen. Gleichzeitig muss aber der Partner nicht unbedingt einen eigenen Vertrag bei Riester machen. Trotzdem würde sich der Riester-Vertrag nur empfehlen, wenn er auf lange Sicht gedacht ist. Man sollte sich unbedingt die Frage stellen, was nach Ablauf der Kindererziehungszeit geschehen soll und wie es folglich mit der eigenen und unmittelbaren Berichtigung aussieht. Deine Freundin wäre von ihrem Mann abhängig, wenn sie zukünftig dann keine Tätigkeit ausführt, die versicherungspflichtig in Hinsicht auf die Rente ist.

Summa summarum sollte sich deine Freundin also Gedanken machen, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn beide Partner einen Riester-Vertrag abschließen. In diesem Fall gehe ich natürlich davon aus, dass der Ehemann eine Arbeit hat, bei der er rentenversicherungspflichtig ist – beziehungsweise unmittelbar berechtigt.

Hoffentlich gleich eine kleine Hilfe, Otto

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Ja und was passiert dann, wenn dem nicht so ist? Wenn der Ehemann keine Pflicht zur Abführung der Rentenbeiträge durch seine Arbeit hat, wäre es trotzdem noch möglich, dass er ebenfalls unmittelbar berechtigt ist, oder nicht?

Danke, Norbert

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Selbstverständlich können wir hier im Forum gerne auf sämtliche Details und Feinheiten eingehen. Bei diesem konkreten Fall hier gehe ich nur einfach davon aus, dass der Mann der unmittelbar berechtigt ist. Egal, ob er ein Beamter, oder rentenversicherungspflichtiger Arbeiter oder Angestellter ist.

Schönen Abend, Otto

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Hallo,

[quote=Unregistriert;3486 Sind die beiden denn verheiratet? [/quote

lese ich so aus dem Eingangsbeitrag heraus.

[quote=Unregistriert;3486 Wenn ja, dann ist es für sie Pflicht, dass sie in Summe 4 % vom Brutto des vorigen Jahres einbezahlen, denn das gilt als sozialversicherungspflichtig. Ansonsten würde sie nicht die gesamte staatliche Zulage erhalten. In der Regel sieht es aber so aus, dass der Ehemann einen vollwertigen Vertrag abschließt, während die Frau mitbeteiligt ist – aber nur gering, mit zum Beispiel sechs Euro im Monat. Wird der gesamte Betrag nicht bezahlt, kommen auf die jeweilige Person auch nur anteilsmäßige Förderungen. Was zählt, ist immer das gesamte Einkommen der ganzen Familie.

Grüsse, Donald[/quote

falsch.

Siehe meine Antwort oben. Sofern die Frau aufgrund Kindererziehungszeiten (noch) unmittelbar berechtigt ist, reicht es, wenn sie für sich einen Vertrag abschließt und darauf im Jahr 60 Euro einzahlt. Dann bekommt sie auf ihren Vertrag ihre Grundzulage in Höhe von 154 Euro und die Kinderzulagen. Der Ehemann muss hier keinen Vertrag haben ... und bekommt dann natürlich auch nicht seine Grundzulage.

[quote=Unregistriert;3486 Was zählt, ist immer das gesamte Einkommen der ganzen Familie.

Grüsse, Donald[/quote

falsch. Jeder unmittelbar Berechtigte wird separat für sich betrachtet.

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