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Krankenversichert über Partner?

9 Beiträge in diesem Thema

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Hallo ihr Lieben...hab da ein "kleines" Problem mit einer Bekannten...

sie ist chron. krank und kann deswegen nicht arbeiten gehen. Rente rentiert sich in dem Alter (23) nicht bzw. wurde gesagt dass wenn sie da wieder raus will ihr eig. keiner hilft bzw. es eig. keinen interessiert.

Sie wohnt mit ihrem Freund zusammen deswegen bekommt sie auch keine Staatliche Hilfe und muss die KV selber bezahlen..und die 150 euro tun verdammt weh, da das Geld so oder so schon nicht wirklich reicht für zwei!

Kann sie sich nicht über den Freund versichern lassen? Denn das Jobcenter sagt ja auch sie sind eine Eheähnliche Gemeinschaft also kann der Typ auch für dich zahlen...wenn´s dann ja Eheähnlich ist, wieso nicht auch bei der KV? Man kann doch nicht ernsthaft verlangen dass sie nen Kerl für ne KV heiratet...mit 23 oder doch?!

Habt ihr Erfahrungen oder Tipps?

Grüße

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das dürft eigentlich nicht klappen. Das Jobcenter/ARGE hat wahrscheinlich eine "Einstandsgemeinschaft" gemeint. Das bedeutet, dass da jemand im selben Haushalt wohnt, der/die dich finanziell unterstützt weil du beispielsweise eine beziehung mit dieser person hast oder mit ihr verwandt bist.

Ich finde das eigentlich eine freche abzocke weil es kein amt der welt etwas angeht, mit wem ich eine beziehung habe. aber für die Arge ist das ein Grund, dir geld zu verweigern. eine einstandsgemeinschaft mag "eheähnlich" sein, aber ich habe noch von keinem einzigen vorteil gehört, den das mit sich bringt. also: deine freundin soll einfach sagen, sie hätte schluss gemacht. dann ist es auch egal, ob sie noch zusammen wohnen, denn was sie im schlafzimmer machen, geht keine sau etwas an.

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[quote=Crispy;3026 Ich finde das eigentlich eine freche abzocke weil es kein amt der welt etwas angeht, mit wem ich eine beziehung habe. aber für die Arge ist das ein Grund, dir geld zu verweigern. eine einstandsgemeinschaft mag "eheähnlich" sein, aber ich habe noch von keinem einzigen vorteil gehört, den das mit sich bringt. also: deine freundin soll einfach sagen, sie hätte schluss gemacht. dann ist es auch egal, ob sie noch zusammen wohnen, denn was sie im schlafzimmer machen, geht keine sau etwas an.[/quote

Uiuiui, sattel das Pferd doch einmal anders rum auf. Wenn es diese Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft (so nennt sich das "Kind") nicht geben würde, dann wären alle nicht verheirateten Paare besser gestellt als Ehegatten. Und eben dies darf nicht sein. Dabei handelt es sich um keine Abzocke vom "Amt" (das macht keine Gesetze) sondern um eine sehr lange existierende Regelung im Sozialgesetzbuch (vormals Bundessozialhilfegesetz, damals als "eheähnliche Gemeinschaft" bezeichnet).

Aber um auf das eigentliche Thema zu kommen, einzige Möglichkeit wäre die Familienversicherung, diese scheitert aber eben daran, dass kein "Verwandschaftsverhältnis" zum Freund besteht. Eine Familienversicherung über den Lebensgefährten ist da leider nicht möglich.

Nun habe ich aber den Punkt mit der Rente nicht verstanden. Ob es sich rentiert oder nicht ist doch egal, selbst wenn nur ein minimaler Anspruch bestehen würde, wäre zumindest eine Krankenversicherung garantiert.

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[quote=Geld-Luxx;3036 Wenn es diese Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft (so nennt sich das "Kind") nicht geben würde, dann wären alle nicht verheirateten Paare besser gestellt als Ehegatten. Und eben dies darf nicht sein. [/quote

Wie bitte? Ist das alles? Nicht verheiratete Paare müssen schlechter gestellt werden, damit verheiratete Paare besser dastehen? Hier kann doch keinesfalls von Gerechtigkeit gesprochen werden! Es werden die Pflichten, die Eheleute durch ihren Ehebund auf sich nehmen, verlangt, aber auf der anderen Seite werden die finanziellen Vorteile, die durch eine Ehe zum Tragen kommen, in keiner Weise auf nicht-verheiratete übertragen (damit die Ehe wieder besser dasteht). Sehe nur ich hier eine Doppelmoral?

Dass Ämter keine Gesetze machen, ist mir bewusst und daher kann ich auch gut verstehen, weshalb die Ämter hier keine Schuld trifft. Deshalb nehem ich den "Abzocke"-Kommentar selbstverständlich auch wieder zurück.

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[quote=Crispy;3046 Wie bitte? Ist das alles? Nicht verheiratete Paare müssen schlechter gestellt werden, damit verheiratete Paare besser dastehen? Hier kann doch keinesfalls von Gerechtigkeit gesprochen werden! Es werden die Pflichten, die Eheleute durch ihren Ehebund auf sich nehmen, verlangt, aber auf der anderen Seite werden die finanziellen Vorteile, die durch eine Ehe zum Tragen kommen, in keiner Weise auf nicht-verheiratete übertragen (damit die Ehe wieder besser dasteht). Sehe nur ich hier eine Doppelmoral?[/quote

Ich kann deine Gedanken durchaus verstehen, aber das Thema Doppelmoral ist doch in unserer Gesellschaft eine altbekannte Variable. Allerdings reden wir hier von einem sozialen Sicherungssystem das ohnehin niemals gerecht sein kann. Sieh es doch mal anders rum. Vor der Einführung dieser Konstellation gab es reihenweise Familien (Ehepaare) die mit dem wenigen Geld kaum über die Runden kamen. Daneben saß dann ne Frau in teuren Klamotten, die zwar selbst nichts besaß, aber nen steinreichen Lebensgefährten hatte. Keine Seltenheit, kannst du mir glauben. Änder ich das nicht, ist es ungerecht. Änder ich es, trifft es mit Sicherheit auch die falschen. Gerechtigkeit ist relativ...

Sieht man ja bei gleichgeschlechtlichen Paaren, die ihren "Bund fürs Leben" im Hinterzimmer ohne jede Zeremonie schließen. Auch ein Beispiel für die unglaubliche Doppelmoral!

[quote=Crispy;3046 Dass Ämter keine Gesetze machen, ist mir bewusst und daher kann ich auch gut verstehen, weshalb die Ämter hier keine Schuld trifft. Deshalb nehem ich den "Abzocke"-Kommentar selbstverständlich auch wieder zurück.[/quote

Danke, denn das ist etwas was mich regelmäßig auf die Palme bringt. Die Sprüche á la "das Amt zockt ab", da wird dann wieder der Bote gesteinigt, während der Gesetzgeber machen kann was er will.

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[quote=Geld-Luxx;3049 Ich kann deine Gedanken durchaus verstehen, aber das Thema Doppelmoral ist doch in unserer Gesellschaft eine altbekannte Variable. [/quote

Mir kommt es eher darauf an, ob man eine bestehende Doppelmoral hinnimmt, oder versucht sie anzusprechen und als das bloßzustellen, was sie ist. "Doppelmoral" ist kein und sollte kein kulturelles, gesellschaftliches Gut sein.

[quote Sieht man ja bei gleichgeschlechtlichen Paaren, die ihren "Bund fürs Leben" im Hinterzimmer ohne jede Zeremonie schließen. Auch ein Beispiel für die unglaubliche Doppelmoral![/quote

Was bitte ist mit den gleichgeschlechtlichen Paaren? Warum ist "Bund fürs Leben" in Anführungszeichen gesetzt? Ohne jede Zeremonie? Da muss ich leider einmal einhaken:

Erst einmal lassen sich nur die wenigsten gleichgeschlechtlichen Paare eintragen. Das liegt wohl an der Anzahl im Allgemeinen und dem unterschwelligen Gefühl, heterosexuellen Paaren alles nachmachen zu müssen.

"Bund fürs Leben" sollte wohl eher für heterosexuelle Paare in Anführungszeichen gestellt werden. Schließlich werden 11 von 1000 Ehen geschieden. Wenn sie allerdings davon ausgehen, dass heterosexulle Paare eher zusammenbleiben weil sie sich vielleicht ja mehr lieben, oder vielleicht ja auch weil es "natürlicher" wäre, so kann ich Ihnen versichern: das ist Quatsch!

Stellen wir uns einmal vor, ich würde mit meinem Freund den "Bund fürs Leben" eingehen (denn heiraten darf ich als schwuler Mann in Deutschland ja nicht), mit dem ich übrigens bereit seit 4 Jahren zusammen bin und mit ihm auch zusammen lebe, dann würden wir bestimmten Schwierigkeiten gegenüberstehen.

Zunächst einmal wäre da die Familie, die unser Zusammensein nicht akzeptiert und nicht bei unserer Eintragung anwesend sein wird (soviel zum Thema Zeremonie). Wir dürfen natürlich nicht kirchlich heiraten (nochmal zu Zeremonie).

Wir haben genauso den Partner/Partnerin zu unterstützen wie heterosexuelle Ehepartner, aber wir haben nicht den Vorteil der Lohnsteuerklasse III (bis der Bundesgerichtshof das Urteil aus Köln bekräftigt).

Wenn wir uns dazu entscheiden sollten ein Kind aufzunehmen (wir können schließlich keine Kinder kriegen, noch können wir ungewollt schwanger werden), ist das nicht ohne Weiteres möglich weil wir keine heterosexuellen Menschen sind, die geheiratet haben. Wir können als Einzelperson ein Kind aufnehmen, aber niemals als Paar. Einer von uns wird niemals Zeugnisse unterschreiben können, Krankheitsbescheinigungen oder bei einem Unfall als entscheidendes Elternteil wirken können.

Und jetzt wagen Sie es nicht noch einmal sich so herablassend zu den gleichgeschlechtlichen Paaren im Hinterzimmer zu äußern!

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Hallo Crsipy,

sorry, aber ich glaube du hast meinen Beitrag jetzt vollkommen falsch verstanden. Bund fürs Leben stand deshalb in Anführungszeichen, weil sich hier die Doppelmoral zeigt. Zwar gibt man die Möglichkeit der eingetragenen Lebenspartnerschaft, dennoch verbannen immer noch viele Kommunen diese Paare in sterile Amtsstuben, der schöne Trausaal bleibt tabu. Wie du schon sagtest, Lohnsteuerklasse darf man nicht wechseln, Kinder adoptieren kaum möglich und vieles mehr.

Ich bin nicht herablassend, im Gegenteil. Nach meiner Überzeugung müsste man alle gleichstellen, dann wäre eine Ehe (im rechtlichen und tatsächlichen Sinne) unabhängig vom Geschlecht der Beteiligten.

Sorry, wenn es missverständlich rüber kam.

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Puh! Da bin ich jetzt aber echt froh und muss mich in aller Form entschuldigen! Zur Erklärung: Es gibt da diesen roten Knopf bei mir, bei dem meine Finger anfangen zu zittern und nicht mehr die Tastatur loslassen können.

Danke für die Klarstellung! Da hab ich wohl etwas in den falschen Hals bekommen. Man ist doch nicht so gefeit vor falschen Eindrücken und vorschnellen Urteilen wie man es selbst gerne hätte.

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Kein Ding, wenn man meinen Beitrag liest könnte man das auch wirklich falsch verstehen. Meine Schuld

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