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Vorteile und Nachteile von Indexfonds


9 Beiträge in diesem Thema

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Nachdem viele Anleger von der Performance von Aktien-Fonds in der Finanzkrise enttäuscht waren, erleben Indexfonds eine Renaissance. Unter bestimmten Voraussetzung kann eine Investition in Indexfonds tatsächlich die bessere Alternative sein.

[b Indexfonds

[/b

Seit den 70er Jahren kann Geld an der Börse nicht nur in Form von Aktien oder Aktienfonds, sondern auch in Indexfonds investiert werden. Ein Indexfonds bildet einen Index möglichst genau bezüglich der Zusammensetzung und Gewichtung der in ihm enthaltenen Anlagen nach. Dies kann entweder durch Investition des Fondsvermögens direkt in Aktien geschehen, aber auch eine Abbildung des Index durch Finanzderivate ist gängige Praxis. Der sogenannte "tracking error" (am ehesten vielleicht mit "Abbildungsfehler" zu übersetzen) gibt an, inwieweit es zu nicht beabsichtigten Abweichungen vom Index kommt.

So ist beispielsweise ein DAX-Indexfonds in allen 30 DAX-Werten engagiert und zwar in der Aufteilung, die den Anteilen der Werte am Dax entspricht. Kauft man Anteile eines solchen Fonds, partizipiert man an der Kursentwicklung des deutschen Aktienmarktes insgesamt, weil der DAX ungefähr Dreiviertel des gesamten Grundkapitals aller deutschen Aktiengesellschaften repräsentiert, die an der Börse gehandelt werden.

Anleger, die auf den deutschen Markt setzen, beteiligen sich nicht nur an DAX-Indexfonds, sondern auch an MDAX- oder TecDAX-Fonds, die deutschen Nebenwerte repräsentieren. Im internationalen Bereich sind insbesondere Euro Stoxx50-, S&P 500-, DowJones- oder MSCI World-Indexfonds verbreitet.

[b Vorteile von Indexfonds

[/b

Da Indexfonds im Gegensatz zu anderen Aktienfonds passiv gemanagt werden, fallen nur geringe Kosten für das Fondsmanagement an. Es sind keine aufwändigen Analysen oder Prognosen erforderlich. Auch hinsichtlich der Transaktionskosten ist ein Indexfonds wesentlich günstiger, weil die Investments nicht wie bei aktiv gemanagten Fonds oft umgeschichtet werden müssen. Dieser Kostenvorteil schlägt sich direkt im Ausgabeaufschlag und in der jährlichen Verwaltungsgebühr von Indexfonds nieder. So beträgt die durchschnittliche Verwaltungsgebühr eines Index-Fonds mit 0,5 % nur etwa ein Drittel der Gebühr, die aktiv gemanagte Aktienfonds berechnen.

Für Indexfonds spricht auch ihre große Transparenz: Der Anleger weiß ohne großen Recherche-Aufwand, wie sich das Investment seines Indexfonds zusammensetzt und wie sich seine Fonds-Anlage entwickelt.

Das stärkste Argument für Indexfonds ist jedoch die überzeugende Performance, die viele Fonds in der Vergangenheit erreicht haben: Immer wenn sich der Aktienmarkt positiv entwickelt, kann mit einem Indexfonds sicher von dieser Entwicklung profitiert werden.

[b Nachteile von Indexfonds[/b

Wer in Indexfonds investiert, verabschiedet sich vom erklärten Ziel der Manager von aktiven Aktienfonds, nämlich die Marktentwicklung zu schlagen. Diese hoch gesteckten Erwartungen können allerdings von vielen Aktienfonds nicht immer erfüllt werden.

In Zeiten ständig steigender Börsenkurse ist diese Einstellung durchaus vertretbar und vernünftig, in einem Bärenmarkt führt sie jedoch zu sicheren Verlusten. Wenn Aktienkurse aufgrund von krisenhaften Entwicklungen über einen längeren Zeitraum sinken, ist von einer Anlage in Indexfonds unbedingt abzuraten.

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Gut erklärt :)

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Sicher, Indexfonds sind ein Teil der Lösung. Der überwiegende Teil der Fondsmanager schlägt den Index jedenfalls schon mal nicht. Aber: Man weiß nie, wie der Märkte sich entwickeln. Welcher ist also der richtige (der zu mir passt?), Branchen-, Rohstoff-, Länder- Index, und so weiter: da ist schnell auf das falsche Pferd gesetzt... Eine plan- & sinnvolle Mischung bei üppigem Kapitaleinsatz, Rebalancing usw. kann da gut sein; allein ich vermute, dass auch Dach- und andere Fonds die dann erzielbaren Renditen auch bringen. Zur Beimischung allemal gut (Core-Satelliten- Prinzip).

Info: ruhestandsplaner-kolender.info Herzlich willkommen - René Kolender- ERSTER BDRD-ZERTIFIZIERTER CHEMNITZER RUHESTANDSPLANER

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Hallo,

Vielen Dank für den Artikel, der auch für Neueinsteiger in der Finanzwelt, wie ich es bin, gut verständlich erklärt ist.

Je länger ich mich nun mit dem Thema längerfristige Anlage beschäftige, um so mehr Fragen ergeben sich mir.

Auch hier zum Thema, würde ich gern noch einmal etwas nachfragen, was hier noch nicht angesprochen wurde. Ich habe gelesen:

"Ein Vorteil der ETFs ist es, dass das Vermögen der Kunden als Sondervermögen verwahrt wird. Daher besteht kein Emittentenrisiko, wie es zum Beispiel bei Indexzertifikaten der Fall ist, da selbst im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft das Sondervermögen nicht in die Insolvenzmasse fällt." (Quelle: "fond/etf/" fond )

Gleichzeitig begegnet mir immer wieder die Aussage, dass Fonds in keinster Weise jemals wirkliche Sicherheit, über das investierte Geld versprechen, was mir auch logisch erscheint, denn es handelt sich ja trotz alledem um Spekulationen.

Wie kann man die Sicherheiten des i7n Sondervermögen verwahrten Geldes verstehen?

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Hallo, Zertifikate sind nachrangiges Bank- Eigenkapital und werden von mir nicht beraten. Die Banken- Krise ist noch nicht unbedingt vorbei, schon drohen neue Abschreibungen (Griechenland).

Die zitierte Aussage für EFT schließt Fonds ein.

Der Begriff Sondervermögen ist etwas umstritten. Gemeint ist, dass das Anlegerkapital nicht der Fondsgesellschaft gehört (im Gegensatz dazu : deutsche Versicherer !). Ist nun die Fondsges. eine GmbH und wird insolvent, dann kann eine nächste Firma die Anlageverwaltung übernehmen, aber das Anlegergeld ist geschützt.

Bei langfristiger Betrachtung gibt es kaum konventionelle Anlageformen, die wesentlich besser gelaufen sind als Aktienfonds.

Wie spekulativ man anlegen möchte, entscheidet man letztlich selbst. Es gibt Risikoklassen zur Unterscheidung, manchmal 1-5, manchmal 1-6, wobei 1 die niedrigste mit der geringsten Schwankung/ Wertentwicklung ist, zudem geldmarktnahe und meist inflationsgefährdet.

Zu unterscheiden ist auch, ob man mtl. sparen oder einmalig viel anlegen will.

! Die größte Gefahr stellt die allg. dt. Anlegermentalität dar: teuer kaufen und im Jammertal Verluste realisieren. Das geht natürlich nicht gut- aber das ist nicht die Schuld der Anlageform oder der Fondsgesellschaft.

Für konkrete Anfragen halte ich einen Fragebogen- Satz bereit.

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Hallo,

ein guter Artikel der einem konrekte Zahlen für das Versagen von Investmentfonds liefert ist der Folgende:

spiegel/wirtschaft/unternehmen/0,1518,760644,00.html Miese Rendite: Studie entlarvt Fondsmanager als Geldvernichter - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Was man noch erwähnen sollte ist dass ETFs einen möglichst niedrigen Trackingerror haben sollten.

Der Trackingerror stellt die Differenz von der Entwicklung des Index z.B. dem DAX zur Entwicklung des ETFs bzw. Indexfonds dar.

Das heißt je größer die Differenz desto stärker können die Renditen Abweichen.

Bei klassischen Fonds mit "Manager" bitte immer beachten:

Die dargestellte Entwicklung in den Werbeprospekten, Webseiten etc. ist immer nach der sogenannten BVI Methode berechnet.

Die BVI Methode hat allerdings einige Tücken, die leider zu Lasten des Anlegers gehen.

Völlig außen vor gelassen werden z.B. die sogenannten Transaktionskosten die der Fonds besitzt sowie Erfolgsabhängige Kosten.

Im Studium haben wir folgendes eindringliches Beispiel berechnet:

So werden Fondsrenditen sauber berechnet ohne Vertriebgerede und BVI-Methde. Schaut euch das Beispiel an bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Fonds DWS SAchwerte (ISIN: DE000DWS0W32)

Ausgabeaufschlag 5%

Kostenpauschale: 1,25 % p.a.

Service-Fee: 0,2% p.a.

Außerdem hat man mit diesem Fonds eine nicht näher erläuterte erfolgsabhängige Vergütung

Wenn wir jetzt 100.000,00€ anlegen und den Fonds 10 Jahre halten, ergeben sich folgende ernüchternde Werte:

Anlagebetrag sind lediglich 95000 (wegen den 5% Ausgabeaufschlag)

Dieser schrumpft durch die jährlichen Trasaktionskosten um den Faktor 0,9855

Wir sagen also 0,9855 hoch 10 = 0,864104538

Also rechnen wir: 95.000 mal 0,864104538 = 82.090€

Das heißt allein durch die Kosten schrumpft unser angelegte Geld ersteinmal von 100.000,00€ auf 82.090,00€

Wenn wir also lediglich nominal unser Geld erhalten wollten (die 100.000,00€) müssten wir einen jährlichen Wertzuwachs von 2% [b NACH[/b Steuern und [b NACH[/b erfolgsabhängiger Vergütung erreichen.

Und jetzt muss natürlich noch die Inflation abgezogen werden.

Was soll man dazu sagen...schade eigentlich..r Anleger wird nichts davon haben.

So werden aus prognostizierten Wertentwicklungen von 8% (nicht für diesen obigen Fonds) schnell 1-2% oder bei einigen Fonds sogar minus!

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Hallo, die Äußerungen des zitierten Artikels sind so nicht gänzlich neu, allerdings konzentriert einseitig. Man kann es auch so lesen: immerhin schlagen auf Sicht von 10 Jahren über 25% der Fonds den Index (Benchmark)- Aktien DE über 43%.

Zum einen kenne ich nicht viele, die mal eben 100T€ anlegen. Hinzu kommt, dass es eher nicht empfehlenswert wäre, "alle Eier in einen Korb" zu legen, was uns zu der Frage führt, wie investieren. Und da tritt das eigentliche Problem zutage: Niemand weiß wirklich, was die Zukunft bringen wird; welcher ETF ist also der richtige? Auch ohne große Kosten kann ein ETF ordentlich Verluste machen... speziell, wenn sich niemand darum kümmert. Das ist gewiß nicht jedermanns Sache. Dabei haben ETF´s selbstverständlich ihre volle Daseinsberechtigung und gehören einfach mit dazu. Es muss ja nicht immer ein Fonds sein. Ein weiterer Problemkreis ist bei Beratungsgeschäft die gesetzliche Pflicht, anlage- und anlegergerecht zu agieren, dies würde man als beratungsfreies Anlegen mal eben so für sich selbst ganz bestimmt nicht bringen- und dann riskiert man eben, in der falschen Risikoklasse übergewichtet zu sein. Ein Weg, diese Dinge zu umgehen, kann sein, einen Berater zu suchen, der Ausgabeaufschläge rabattiert und gewinnbeteiligt arbeitet. So senkt man den Einstandspreis und hat dennoch jemanden, der sich kümmert.

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Lassen sich auch Risikounterschiede zwischen den Dax-Indizes ausmachen? Also sind bspw. "wallstreet-online/indizes/tecdax" Tecdax Fonds anders zu bewerten als ein Sdax oder Dax30 Fonds?

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Hallo, ja, es gibt verschiedene Risikoklassen, wobei 1 die niedrigste ist. Die Angaben sind nicht immer leicht zu finden, sollten aber zugänglich sein, z.B. in den "key investor informations" (KII).

Die Anbieter messen dabei u.U. nach untersch. Messlatten (üblich 1-5/ Aktienfonds).

Um innerhalb einer RKL zu unterscheiden, muss man sich schon etwas genauer einlesen. Allgemein würde ich mal so sagen wollen (m. Vorbehalt): je breiter aufgestellt ein Fonds ist, um so volatiler .

Ein Welt- Index wird also sicher nicht innerhalb der gleichen Zeitspanne so gebeutelt werden wie ein Branchenfonds einer begrenzten Anlageregion wie Afrika/ Mittlerer Osten.

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