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  1. Als Grundregel gilt, dass für Studenten 4 Versicherungen unbedingt anzuraten sind.


    1. Die Berufsunfähigkeitsversicherung

    Mit Wegfall der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung im Jahr 2001 wurde die private Berufsunfähigkeitsversicherung zu eine der wichtigsten, wenn nicht sogar zu der wichtigsten Versicherungen. Die staatlichen Leistungen beschränken sich seitdem nur noch auf eine Erwerbsminderungsrente, und die erhält auch nur wer schon mindestens 60 Monate in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Für die meisten Studenten ist dies sicher nicht zutreffend. Sollte nun der Fall eintreten, dass der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, so erhält man keine Leistungen des Staates. Oder halt nur die Erwerbsminderungsrente, im besten Fall. Eine eigene Absicherung ist daher sehr wichtig geworden.


    2. Die private Haftpflichtversicherung

    Schäden, die man Anderen zufügt, können schnell sehr teuer werden. Sachschäden bewegen sich meist noch im kleinen Rahmen, wobei auch schon ein Kratzer im Lack des PKW vom Nachbarn kostenintensiv werden kann. Personenschäden dagegen erreichen meist höhere Eurobeträge. Eine Absicherung gegen solche finanziellen Kosten ist daher durchaus sinnvoll. Für Studenten gilt, dass sie noch während des Studiums kostenlos über die Haftpflichtversicherung der Eltern abgesichert sind. Ein bereits abgeleisteter Wehr- oder Zivieldienst spielt dabei ebenso keine rolle wie eine vorherige Ausbildung. Vorsicht ist allerdings bei verheirateten Studenten geboten, diese müssen sich selbst versichern.


    3. Die Krankenversicherung

    Schon bei der Einschreibung wird der Nachweis einer Krankenversicherung verlangt. Ohne Krankenversicherung kein Studium, und der praktische Nutzen dieser Versicherung dürfte jedem klar sein. Je nach persönlicher Situation ergeben sich für Studenten verschiedene Notwendigkeiten. Bis zum 25. Lebensjahr ist man noch über die Familienversicherung der Eltern abgesichert. In bestimmten Fällen verlängert sich dieser Zeitraum, nämlich bei vor dem Studium abgeleisteten Wehr- oder Zivildienst um die Dauer des Dienstes. Und auch nur, wenn man vorher keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat. Danach kann man die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten nutzen, bis zum 30. Lebensjahr. Ab hier gibt es dann nur noch die so genannte freiwillige Versicherung, zu höheren Beiträgen. Alternativ bieten private Krankenkassen, insbesondere für männliche Studenten, bis zum 34. Lebensjahr Versicherungsschutz.


    4. Die Unfallversicherung

    Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur für Unfälle, die auf dem Weg von oder zur Ausbildungsstätte passieren. Hier sieht man schnell die Notwendigkeit einer privaten Vorsorge. passieren doch die meisten Unfälle außerhalb der eigentlichen Ausbildung. Und sehr oft führen Unfälle zu hohen Folgekosten, man braucht nur an einen möglicherweise nötigen Umbau der Wohnung zu denken.


    Weitere Versicherungen wie Krankentagegeld, Rentenversicherung, Risiko-Lebensversicherung, Hausrat- oder Rechtschutzversicherung machen eher weniger Sinn für Studenten, zumal das finanzielle Budget meist sehr eingeschränkt ist. Ausnahmen wären eine Hausratversicherung wenn dieser sehr wertvoll ist, eine Rentenversicherung wenn es das Budget hergibt - man kann durch frühzeitiges Ansparen später wesentlich bessere Zinseffekte nutzen - und eine Verkehrsrechtschutz - wenn diese nicht über die Eltern möglich ist - aufgrund der oft strittigen Fragen und der Notwendigkeit der Mobilität im Verkehr. Als Grundregel gilt, man sollte sich so versichern, dass die wirklich ernsten Gefahren für die eigene Existenz abgedeckt werden, und das auch nur dort wo der staatliche Schutz nicht greift.