Die Zukunft Griechenlands ist ungewiss. Wenn sich die anderen Länder der Eurozone nicht bis Mitte Oktober dazu entscheiden, dem krisengeplagten Land zu helfen, dann wird Griechenland zahlungsunfähig sein, schlicht und mit einem Wort: bankrott. Eigentlich hätte dieser Tage eine Entscheidung über mögliche Hilfsmaßnahmen getroffen werden müssen, doch die Finanzminister der Eurostaaten vertagten die Entscheidung auf Oktober. Somit müssen die Griechen noch beinahe einen weiteren Monat zittern und um ihre Zukunft bangen. Die Lage des Staates sieht schon seit längerem alles andere als gut aus, doch dass es bis zur Zahlungsunfähigkeit kommen könnte, hätte so wohl keiner gedacht. Obwohl
Jürg Zeltner, CEO beim UBS Wealth Management schon zu Beginn dieses Jahres hatte verlauten lassen, dass man in 2011 mit „internationalen Handels- und Währungskonflikten“ würde rechnen können.
Inzwischen haben sich auch die USA in die Griechenland Debatte eingemischt. Zu einem Treffen der europäischen Finanzminister in Breslau kam auch ihr amerikanischer Kollege Timothy Geithner. Dieser hatte mehrere Lösungsvorschläge für das Griechenland Problem parat, die jedoch allesamt abgelehnt wurden. Hauptgrund für das Zögern der anderen Eurostaaten ist, dass Athen einfach nicht genug spart, so als würden sie ihre ernste Lage nicht ernst genug nehmen. Acht Milliarden Euro sind derzeit im Gespräch als Hilfe für die Griechen. Doch ob sie diese wirklich bekommen, das soll erst im Oktober entschieden werden. Bis dahin muss nun der griechische Ministerpräsident Girogos Papandreou vor der EU, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds beweisen, dass Griechenland ernsthaft daran interessiert ist, seine Staatsfinanzen zu sanieren.
Manche der europäischen Staaten schlugen nun als Lösung eine Finanztransaktionssteuer vor, was jedoch von den USA, sowie auch den Briten, vehement abgelehnt wurde. Mit dieser Steuer würden Banken und Spekulanten an den Kosten beteiligt werden. Ob dieser Lösungsversuch sich durchsetzen wird, ist jedoch derzeit noch fraglich. Hinzu kommt der Streit mit der finnischen Regierung. Diese verlangt Pfand für ihren Hilfsbeitrag, mit anderen Worten soll ihnen Athen garantieren, sie würden ihre Hilfsleistung irgendwann wieder sehen. Die Debatte um das so genannte Finnen-Pfand macht die Diskussion um die Hilfsmaßnahmen insgesamt auch nicht einfacher. Die anderen Euroländer sind verärgert, da ein Hilfspaket gar nicht zustande käme, wenn jeder von ihnen Pfand verlangt.
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