Der Export in Deutschland bricht zusammen.
Die deutsche exportorientierte Industrie beklagt sich über einen starken Einbruch der Ausfuhren die je nach Branche teilweise bis zu 18 Prozent betrugen. Jedoch spürt man teilweise auch Optimismus da viele Firmen eine Steigerung im kommenden Jahr für möglich halten.
Die Zahlen sind aktuell und wurden vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) aus dem Außenwirtschaftsreport veröffentlicht und liegt der Deutschen Presse-Agentur (DPA) vor.
"Die deutsche Exportindustrie ist auf dem Weg der Besserung, aber der Aufholprozess wird noch lange dauern", teilte der BDI-Präsident Hans-Peter Keitel mit.
Insgesamt liegt der Rückgang laut der internationalen Wirtschaftsorganisation OCCD sowie des Sachverständigenrates des Bundes bei rund 15 Prozent.
"Bei dieser Wachstumsgeschwindigkeit ist das Vorkrisenniveau erst im Jahr 2014 zu erreichen", erläuterte Keitel weiter. Daneben gibt es zusätzlich noch eine Reihe von weiteren Gefahren für die deutsche Exportwirtschaft (Strafzölle für Stahle nach China als Beispiel). Auch das in einigen Ländern die Konjunkturprogramme auslaufen und die Banken ständig weitere Milliarden Abschreiben müssen, erhöht das Risiko zusätzlich. Auch die internationale
Kreditvergabe wird immer schwieriger. Der Protektionismus der teilweise sehr gut versteckt ist nimmt weltweit zu, erklärte der BDI-Präsident.
Für das Jahr 2009 mussten alle Zielregionen der deutschen Industrie-Exporte spürbare Verluste hinnehmen. Dabei war der Asiatische Raum bisher ein „Stabilitätsanker“ gewesen.
Des weiteren ist für das Jahr 2010 ein Wachstum von knapp 3 Prozent vorhersehbar.
Insgesamt werden die Exporter in die USA um ca. 3,5 Prozent steigen, während sie für Europa und den Nah-Osten/Afrika um jeweils 3 % steigen werden.
Der BDI sieht auf den Finanzmärkten eine Gefahr für den Aufschwung wenn der Euro-Kurs weiter steigt da so der Einkauf für die importierende Länder teurer wird.
Laut der jährlich stattfindenden Branchenumfrage zur Exportentwicklung im November liegt die Exportquote der deutschen Industrie bei 62 Prozent.
Insgesamt liegt die Wirtschaft bei 47 Prozent.
Im Elektronik-Bereich und in der Elektroindustrie liegt die Exportquote bei 80 Prozent, bei der Chemie-Industrie bei 79 Prozent und der Anlagen- und Maschinenbau meldet 71 Prozent.
Keitel sagt weiter, dass der starke Export in Deutschland nicht auf ein „Exportmodell Deutschland“ zurückzuführen ist, sondern Ausdruck der Wettbewerbsfähigkeit.
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