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Eine Diskussion zum Thema "Allgemeine Tipps zum Vermögensaufbau" im Forum "Allgemeines"
Im Forum wird oft über einzelne Produkte kommuniziert, hier mal eine grundsätzliche Strategie zum Vermögensaufbau. 1. Tipp: Bevor Geld in ...
  1. #1
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    Allgemeine Tipps zum Vermögensaufbau

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    Im Forum wird oft über einzelne Produkte kommuniziert, hier mal eine grundsätzliche Strategie zum Vermögensaufbau.


    1. Tipp:

    Bevor Geld in Versicherungen, Aktien, Bausparverträge usw. investiert wird, sollten Rücklagen (für nicht geplante Ausgaben, Auto muss in die Werkstatt oder der Kühlschrank gibt den Geist auf)gebildet werden ca. 3 – 5 Monatsgehälter.

    Das kann ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto sein. Wichtig schnell an das Geld zu kommen, sonnst wird das Konto überzogen oder es muss noch ein Kredit aufgenommen werden!!!

    Wer in den Urlaub will oder sich ein neues i-Phone anschaffen will, sollte für diese Anschaffungen nicht seine Rücklagen verwenden oder gar ein Kredit aufnehmen sonst wird das Last Minute Schnäppchen teuer.
    Achtung : Auch Ratenzahlungen mit angeblich 0% Zinsen sind auch Kredite.
    Tipp: Wer Bargeld in der Tasche hat, kann immer noch etwas Rabatt raushandeln dies kann einige Prozente sein.

    In den nächsten Tagen kommt der nächste Tipp für den Vermögensaufbau.

    Euch eine gute Zeit.

    Beste Grüße
    Dirk Rühl

  2. #2
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    Vielen Dank für den nützlichen Tipp.
    Leider ist es eben der Fall, dass die meisten Leute an sowas nicht denken und sich dann mit Krediten ordentlich verschulden!

  3. #3
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    2. Tipp

    Gleichzeitig mit dem Aufbau von Rücklagen sollte auf jeden Fall im Jahr noch 50-100 € für eine Haftpflichtversicherung investiert werden, die gehört zur Vermögensabsicherung, wo später noch mal näher drauf eingegangen wird.
    Eine klein Beschreibung der Haftpflichtversicherung hier im Forum unter Was deckt die Haftpflichtversicherung ab?


    Euch eine gute Zeit

    Beste Grüße
    Dirk Rühl

  4. #4
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    Tipp 3

    Als nächstes ist es wichtig unser Einkommen abzusichern!

    Was kann unser Einkommen gefährden?

    1. Wir könnten arbeitslos werden.
    Wenn wir arbeitslos werden, gibt es die gesetzliche Arbeitslosenversicherung.
    Achtung: die sichert das Einkommen aber nicht zu 100% ab.
    Um den Lebensstandard zu 100% zu sichern, ist es wichtig, die in Tipp 1 erwähnten Rücklagen zu haben.
    Eine gute private Arbeitslosenversicherung ist bis jetzt noch nicht auf dem Markt.

    2. Wir könnten krank werden.
    Dafür gibt es die Krankenversicherung (privat oder gesetzlich). Gute Hinweise kann man in diesem Zusammenhang hier finden: Krankenversicherungen. In den ersten 6 Wochen muss der Arbeitgeber den vollen Lohn zahlen; in dieser Zeit ist das Einkommen gesichert.
    Nach der 6. Woche ist die Krankenversicherung für das Einkommen zuständig. Arbeitnehmer, die gesetzlich krankenversichert sind, bekommen nur noch ca. 75% des Nettogehalts für max. 78 Wochen. Wieviel die Krankenversicherung zahlen muss, kann hier berechnet werden: Central Krankentagegeldlücken-Rechner Diese Lücke sollte möglichst schnell geschlossen werden, denn wer über eine längere Zeit auf 25% seines Lohnes verzichten muss, kann seinen Vermögensaufbauplan nicht einhalten.
    „Achtung Selbständige“: wer gesetzlich krankenversichert ist, bekommt als Selbständiger kein Krankengeld.

    3. Wir könnten berufsunfähig werden
    Dafür gibt es die gesetzliche Rentenversicherung, die aber große Lücken aufweist; siehe unter: Wie ist das teuerste Gut (Ihre Arbeitskraft) versichert?
    Optimal ist in diesem Zusammenhang eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Höhe des Nettolohnes.

    4. Wir könnten einen schweren Unfall haben
    Dafür gibt es die gesetzliche Unfallversicherung. Die leistet bei Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten.
    Leistungen können sein:
    - Verletztengeld (80% des Bruttogehaltes max. 100% vom regelmäßigen Nettogehalt): Krankengeld der Berufsgenossenschaft
    - Übergangsgeld: wird während der beruflichen Rehabilitation gezahlt (68% des Regelentgelts max. das Nettoeinkommen)
    - Verletztenrente ab 20% Erwerbsminderung (bei 100% Erwerbsminderung beträgt die Verletztenrente 2/3 des Jahresarbeitsverdienst)
    Im Jahr 2003 ereigneten sich 8 670 000 Unfälle, davon 2 850 000 während der Arbeits- oder Schulzeit, 460 000 im Straßenverkehr und 5 360 000 in der Freizeit. Da die meisten Unfälle in der Freizeit stattfinden und diese somit nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind, ist zu empfehlen, eine private Unfallversicherung abzuschließen. Je nach Beruf und Höhe der Absicherung sind 10-30€ monatlich zu investieren. Weitere Informationen zur Unfallversicherung unter: Welche UV ? .


    Euch eine gute Zeit!

    Beste Grüße
    Dirk Rühl

  5. #5
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    4. Tipp:

    Im nächsten Schritt betrachten wir die Absicherung des Sachvermögens:

    In §823 BGB heißt es:
    „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“
    Ein kleines Missgeschick ist schnell geschehen - was sehr teuer werden kann!
    Aus dem Grund sollte man unbedingt eine Haftpflichtversicherung abschließen, wie schon in Tipp 2 beschrieben.


    Jeder der eine Wohnung oder ein Haus hat, besitzt auch meistens Hausrat (Einrichtungen, Gebrauchsgüter, Verbrauchsgüter, Bargeld, Wertsachen).
    Folgenden Gefahren ist der Hausrat ausgesetzt:
    - Brand,
    - Blitzschlag,
    - Ex-/ Implosion,
    - Einbruchdiebstahl, Beraubung,
    - Vandalismus,
    - Leitungswasser,
    - immer mehr Sturm und Hagel,
    - sowie Überschwemmung/Rückstau,
    - Erdbeben, Erdrutsch, Schneedruck/Lawinen, Vulkanausbruch (eher selten)
    Da der Hausrat oft dem Einkommen angepasst ist und einen großen Teil des Vermögens in Sachwerte darstellt, ist eine Hausratversicherung zu empfehlen. Es ist möglich einzelne Gefahren abzusichern wie z.B. Feuer, Sturm und Elementar (wegen Rückstau und Überschwemmungen), es sei denn man hat keinen Hausrat im Keller und Erdgeschoss.


    Jeder Besitzer von Wohneigentum sollte aus den gleichen Gründen eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Bei Finanzierungen schreibt dies meistens auch das Kreditinstitut vor.

    Eine Glasversicherung kann Sinn machen, wenn dadurch in anderen Versicherungsbereichen Nachlässe erzielt werden und/oder große Glasflächen vorhanden sind. So kann bei einigen Gesellschaften die Glasversicherung ohne Mehrbeitrag eingeschlossen werden.
    Manchmal ist es sogar möglich, mit dem Einschluss in den anderen Versicherungsbereichen zusätzlich Geld zu sparen.


    Jeder Besitzer eines Kraftfahrzeugs muss mindestens eine Haftpflichtversicherung abschließen, sonst bekommt er es nicht zugelassen.
    Voll- und/oder Teilkasko ist evtl. zu empfehlen. Dazu hier mehr Informationen: KFZ-Versicherungen

    Für den Bereich der Rechtschutzversicherung werde ich demnächst einen zusätzlichen Eintrag im Forum machen.

    Wer Rücklagen gebildet hat oder dabei ist…
    Wer sein Einkommen und Sachvermögen abgesichert hat, darf sich auf den nächsten Tipp freuen - da geht’s um staatliche Zulagen.

    Euch eine gute Zeit.

    Beste Grüße
    Dirk Rühl

  6. #6
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    5. Tipp:

    Wie versprochen geht es in diesem Tipp endlich um den Vermögensaufbau mit Hilfe vom Arbeitgeber und Staat.

    Als erstes sollte man den Arbeitgeber fragen, ob der Vermögenswirksame Leistungen (VL) zahlt! Wenn man über VL Geld spart (Einzahlungen erfolgen durch den Arbeitgeber und werden evtl. vom Lohn abgezogen), bekommt man vom Staat folgende Leistungen hinzu:

    Beim Bausparen:
    Arbeitgebersparzulage
    9 % (42,30€): auf max. 470,- € im Jahr sind im Monat ca. 40,- € einzuzahlen.
    Diese Zulage bekommt man, wenn das zu versteuernde Einkommen nicht höher als 17.900,- € im Jahr ist.

    Wohnungsbauprämie:
    8,8% (45,06€): auf max. 512,-€ im Jahr sind im Monat ca. 43,-€ einzuzahlen.
    Diese bekommt man, wenn das zu versteuerndes Einkommen nicht höher ist als 25.600,-€ im Jahr.

    Wenn über 7 Jahre 85,-€ monatlich eingezahlt werden, sind dann etwa 7500,- € im Vertrag.
    Eine Bausparsumme von 17500,-€ wäre dann Zuteilungsreif. So könnte zusätzlich noch ein zinsgünstiger Kredit von 10000,-€ wohnwirtschaftlich genutzt werden. Einzelne Bausparkassen bieten beim Verzicht auf das Darlehen Zinsen bis zu 4 %.

    Investmentsparen:
    Arbeitgebersparzulage
    20 % (80,-€): auf max. 400,- € im Jahr sind im Monat ca. 34,- € einzuzahlen.
    Diese Zulage bekommt man, wenn das zu versteuernde Einkommen nicht höher als 20.000,- € im Jahr ist.

    Hier sollte eine Risikobereitschaft in Erwartung von Kursgewinnen da sein.
    Dieses Geld sollte nicht für eine Anschaffung zu einem festgelegten Zeitpunkt verplant werden, da keiner weiß, wo in 7 Jahren die Börse steht.

    Wer ein zu versteuerndes Einkommen von nicht mehr als 17900,-€ hat und monatlich ca. 120,- € (Ohne das der Chef was dazu gibt) investiert, bekommt vom Staat ca. 14,- € Zulagen und Prämien.

    So hat man dann mit Hilfe vom Staat und Arbeitgeber ein Vermögen von mindestens 11.100,- € aufgebaut!
    Diese Anlagen sind auch geeignet für Sparziele (Auto, schöne Reise, neue Küche…), die in 7-10 Jahren getätigt werden sollen. Auch wenn kein Anspruch auf Zulagen besteht.

    Euch eine gute Zeit.

    Beste Grüße
    Dirk Rühl

  7. #7
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    Sehr gute und sehr sinnvolle Beiträge! Vielen, lieben Dank!

  8. #8
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    Japp kann mich mein Vorredner nur anschliessen. Danke für die ausführlichen Berichte!!

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