Bei Baufinanzierungen kann es schnell sein, dass bei einem Gleitzins
darlehen die Zinsen in die Höhe schießen. Andersrum kann es aber auch sein, dass bei einem Festzinsdarlehen die Zinsen fallen. Beide Fälle sind sehr ärgerlich für den
Kreditnehmer.
Helfen kann einen vielleicht ein Forward-Darlehen, auch Forwardkredit oder Anschlusskredit genannt). Bei einem Forward-Darlehen sichert man sich die günstigen Kreditzinsen bereits jetzt, wobei der eigentliche Kredit erst später aufgenommen wird. Die maximale Reservierungszeit liegt aber bei 48 Monaten.
Ein Forward-Kredit wird also genutzt, wenn man vermutet, dass die Kreditzinsen in nächster Zeit steigen werden. Man sichert sich also jetzt schon einen günstigen Zinssatz.
Es ist aber nicht ratsam, die Vorlaufzeit bei einem Forward-Kredit zu lange ausfallen zu lassen. Je länger die Vorlaufzeit ist, desto höher sind nämlich die Bereitstellungszinsen, die von Banken verlangt werden. Die Bereitstellungszinsen variieren zwischen 0,003 und 0,03 Prozent pro Monat. Durch diese Große Varianz sollte man unbedingt Vergleiche bei verschiedenen Banken durchführen. Es gibt auch Banken ohne Bereitstellungszinsen. Diese Banken bieten aber meistens eine wesentlich geringere Reservierungszeit an.
Wichtig ist, dass ein Forward-Kredit verbindlich ist. Man kann sich nach Ablauf der Reservierungszeit nicht aussuchen, ob man das Darlehen nun wirklich aufnehmen will oder nicht.
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